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ERHEBUNG · ZÜRCHER OBERLAND · AUGUST 2026 · n = 261

KI-Sichtbarkeit im Zürcher Oberland 2026

261 KMU-Websites aus 15 Gemeinden im Zürcher Oberland, aus dem Handelsregister gezogen und mit 18 Prüfpunkten gemessen, erreichen im Median 57 von 100 Punkten. Die Grundlagen sitzen: 97 Prozent lassen KI-Crawler herein, 98 Prozent sind indexierbar. Dahinter liegt nichts Zitierbares — 93 Prozent ohne Frage-Antwort-Struktur, 92 Prozent ohne maschinenlesbare Textfassung. Die Einladung ist ausgesprochen. Es gibt nur nichts zu zitieren.

Das Ergebnis

Der Median liegt bei 57 von 100 Punkten, das arithmetische Mittel bei 57,5. Die Spanne reicht von 23 bis 93. Das untere Quartil liegt bei 47, das obere bei 70. 134 der 261 Websites — 51 Prozent — bleiben unter 60 Punkten.

Verteilung der Scores über vier Bänder, n = 261
BandPunkteWebsitesAnteil
kritisch23 – 373714 %
schwach40 – 579737 %
mittel60 – 779637 %
gut80 – 933112 %
Säulendiagramm der Score-Verteilung von 261 geprüften KMU-Websites. Die Werte reichen von 23 bis 93 Punkten. Der Median liegt bei 57, das untere Quartil bei 47, das obere bei 70. 134 der 261 Websites — 51 Prozent — bleiben unter 60 Punkten.
Jede Säule ist ein möglicher Punktwert. Die Skala ist grobkörnig, weil der Score aus 18 gewichteten Punkten mit Gesamtgewicht 30 entsteht — es gibt nur 31 mögliche Werte, 22 davon kommen vor. Das Diagramm ist aus der herunterladbaren CSV gezeichnet, nicht aus einer Zwischenrechnung.

Zum Vergleich: Die Website dieses Studios erreicht im selben Prüfstand 100 von 100 Punkten, gemessen am 12. August 2026. Das ist kein Sieg, sondern der Massstab — wer prüft, sollte selbst bestehen.

Der eigentliche Befund

Ein Drittel der gezogenen Firmen hat gar keine Website: 183 von 556. Diese Zahl ist aus Suchergebnissen grundsätzlich nicht zu gewinnen — wer keine Website hat, taucht in keiner Suche auf. Nur ein Registerrahmen liefert sie.

Bei den 261 gemessenen Websites zerfällt das Bild in zwei Hälften, und die Trennlinie verläuft nicht dort, wo man sie erwartet.

Der Zugang ist nicht das Problem. 97 Prozent lassen KI-Crawler ausdrücklich herein, 98 Prozent sind indexierbar, 99,6 Prozent laufen über HTTPS. Niemand sperrt sich versehentlich aus.

Das Problem beginnt dahinter. 93,5 Prozent haben keine Frage-Antwort-Struktur, aus der eine Antwortmaschine einen Satz übernehmen könnte. 92,3 Prozent führen keine maschinenlesbare Textfassung. 75,5 Prozent haben kein erkennbares Datum, 76,2 Prozent keine konsolidierte Entität.

Anders gesagt: Die Tür steht offen, und die Regale dahinter sind leer.

Alle 18 Prüfpunkte, nach Ausfallquote

Jeder Prüfpunkt gehört zu einer der vier Stufen der Sichtbarkeit und trägt ein Gewicht; die Summe aller Gewichte ist 30. Der Score ist das erreichte Gewicht, geteilt durch 30, mal 100.

Anteil der 261 Websites, bei denen der Prüfpunkt nicht erfüllt war
fehlt beiPrüfpunktStufeGewicht
93,5 %Frage-Antwort-Struktur (FAQ)3 — Zitiert2
92,3 %llms-full.txt oder Markdown-Twin4 — Agent-ready1
76,2 %Entitäts-Konsolidierung (sameAs oder Adresse)2 — Verstanden1
75,5 %Datum/Frische erkennbar3 — Zitiert1
75,5 %llms.txt vorhanden4 — Agent-ready2
67,4 %Klare Entität (Organization/LocalBusiness/Person)2 — Verstanden2
64,8 %Saubere Überschriften-Hierarchie3 — Zitiert1
54,8 %Semantische Struktur (Landmarks)4 — Agent-ready1
52,5 %Titel und genau eine H12 — Verstanden1
51,3 %Strukturierte Daten (JSON-LD)2 — Verstanden3
43,7 %Substanzieller Textinhalt3 — Zitiert2
41,8 %Aussagekräftige Meta-Description2 — Verstanden1
26,4 %Canonical-URL gesetzt1 — Gefunden1
19,5 %Sitemap vorhanden1 — Gefunden1
15,3 %Inhalt ohne JavaScript lesbar4 — Agent-ready3
2,7 %KI-Crawler nicht ausgesperrt (robots.txt)1 — Gefunden3
1,5 %Seite ist indexierbar (kein noindex)1 — Gefunden2
0,4 %Über HTTPS erreichbar1 — Gefunden2

Von 556 gezogenen Firmen zu 261 Messwerten

Der Rahmen wurde vor der Ziehung festgelegt und danach versiegelt: alle aktiven Einzelunternehmen, GmbH und Aktiengesellschaften in 15 Gemeinden des Zürcher Oberlands und angrenzenden Glattals — Wetzikon, Uster, Hinwil, Rüti, Dürnten, Pfäffikon, Bäretswil, Bubikon, Gossau, Grüningen, Hittnau, Fehraltorf, Volketswil, Egg und Mönchaltorf. Das ergibt 11'598 Rechtseinheiten (3'629 Einzelunternehmen, 4'880 GmbH, 3'089 AG). Vereine, Stiftungen, Genossenschaften und Zweigniederlassungen sind bewusst nicht enthalten: Sie haben andere Website-Gewohnheiten und würden eine Aussage über KMU verwässern.

Aus diesem Rahmen wurden 556 Firmen gezogen — nicht mit einem Zufallsgenerator, sondern über die Sortierung von sha256(Keim + UID). Wer Rahmen und Keim hat, zieht dieselbe Stichprobe; zwei Läufe sind byte-identisch. Jede Zahl in der folgenden Aufstellung stammt aus einer Datei der Erhebung. Keine ist geschätzt.

Weg von der Ziehung zum ausgewerteten n
StufeAnzahlAnmerkung
aus dem Rahmen gezogen556Rahmen: 11'598 Rechtseinheiten, festgeschriebener Zufallskeim
ohne Website−183eigene Kategorie, kein Ausfall
Domain nicht ermittelbar−102Verzerrungsrisiko, siehe unten
Domain zugeordnet271 Firmenmechanisch 157, über Suche 114
eindeutige Abrufziele269 Domainszwei Firmengruppen teilen sich je eine Website
Zertifikatsdefekt des Ziels−6Zertifikat deckt den eigenen Host nicht oder ist abgelaufen
Zeitüberschreitung−19 Sekunden je Abruf
Verbindung abgewiesen−1
ausgewertet261jeder Satz mit vollständigem Abruf-Kontext

Die Einheit wechselt in der Mitte. Bis zur Zuordnung zählt die Aufstellung Firmen, danach Domains: Zwei Firmengruppen teilen sich je eine Website, und jede Domain wird genau einmal abgerufen. Wer diesen Wechsel verschweigt, bekommt eine Bilanz, die um zwei danebenliegt — und sucht den Fehler an der falschen Stelle.

Was diese Zahlen nicht sagen

Der Index misst Struktur, nicht Zitationserfolg. Die zulässige Aussage lautet «schlecht auslesbar», nie «wird nicht zitiert». Ob eine Antwortmaschine eine bestimmte Firma tatsächlich nennt, hängt von Faktoren ab, die dieser Prüfstand nicht erhebt.

Der Median gilt für die auswertbare Stichprobe aus 15 Gemeinden — nicht für die Schweiz und nicht für den ganzen Kanton Zürich. Drei Verluste auf dem Weg können die Zahl verzerren, und alle drei vermutlich nach unten:

  • Nicht ermittelbare Domains. Das mechanische Verfahren findet Domains, die den Firmennamen tragen. Akronyme und abweichende Markennamen fallen heraus. Wer unter einem eigenen Markennamen auftritt, betreibt Markenführung — diese Firmen sind also nicht zufällig verteilt.
  • Bot-Abwehr. Websites hinter einer Challenge sind tendenziell die professioneller betreuten. Ihr Ausfall senkt den gemessenen Median.
  • Domiziladressen. 56 der 556 gezogenen Firmen — 10 Prozent — tragen im Register ein Domizil beim Treuhänder oder eine Privatadresse. Die Website nennt dann folgerichtig eine andere Adresse, und die Verifikation über die Registerstrasse greift nicht. Diese Firmen erscheinen häufiger als «nicht auffindbar», als sie es sind.

Eine frühere Vorstudie mit 21 aus Suchergebnissen gezogenen Websites ergab einen Median von 63. Der Abstand zeigt in die vorhergesagte Richtung: Wer aus Suchergebnissen zieht, misst zu optimistisch — er findet nur Firmen, die gefunden werden.

Rohdaten und Methodik

Beide Datensätze stehen als CSV offen. Sie enthalten keine Domains, keine Firmennamen und keine Einzelmerkmale je Zeile — Einzelunternehmen tragen den Namen einer natürlichen Person, und 18 binäre Merkmale je Zeile würden praktisch jede Firma wieder identifizierbar machen.

Der Prüfstand ist derselbe, der auf dieser Website öffentlich läuft: 18 Prüfpunkte, Gesamtgewicht 30, Score gleich erreichtes Gewicht durch 30 mal 100. Die Quantile sind mit der inclusive-Methode gerechnet; die Angabe gehört dazu, weil andere Verfahren bei denselben Daten andere Quartile liefern.

Die eigene Website prüfen

Der kostenlose KI-Sichtbarkeits-Check verwendet exakt dieselben 18 Prüfpunkte und dieselbe Gewichtung wie diese Erhebung. Wer wissen will, wo die eigene Website in dieser Verteilung liegt, bekommt die Antwort in wenigen Sekunden — mit allen 18 Einzelpunkten und dem gemessenen Beleg zu jedem.

Eigene Website prüfen — kostenlos

Häufige Fragen

Was misst die Erhebung zur KI-Sichtbarkeit im Zürcher Oberland?
Sie misst, wie gut eine Website maschinell auslesbar ist — über 18 Prüfpunkte in vier Stufen: Gefunden, Verstanden, Zitiert, Agent-ready. Gemessen wird Struktur, nicht Zitationserfolg. Die zulässige Aussage lautet «schlecht auslesbar», nie «wird nicht zitiert».
Wie wurden die Websites ausgewählt?
Aus einem versiegelten Rahmen von 11'598 im Handelsregister eingetragenen Rechtseinheiten wurden mit festgeschriebenem Zufallskeim 556 Firmen gezogen. Nicht aus Suchergebnissen — wer aus Suchergebnissen zieht, findet nur Firmen, die gefunden werden, und misst dadurch zu optimistisch.
Wie viele KMU im Zürcher Oberland haben überhaupt keine Website?
In dieser Ziehung 183 von 556 Firmen, also 33 Prozent. Diese Zahl ist aus Suchergebnissen grundsätzlich nicht zu gewinnen: Wer keine Website hat, taucht in keiner Suche auf. Nur ein Registerrahmen liefert sie.
Gilt der Median von 57 für alle Schweizer KMU?
Nein, in zweifacher Hinsicht. Die Ziehung deckt 15 Gemeinden im Zürcher Oberland und angrenzenden Glattal ab, nicht die Schweiz. Und innerhalb dieses Rahmens ist es der Median der auswertbaren Stichprobe. Zwei Verluste auf dem Weg verzerren vermutlich nach unten: Firmen mit eigenem Markennamen statt Firmenwort fallen bei der Domainermittlung heraus, und Websites hinter Bot-Abwehr sind tendenziell die professioneller betreuten.
Werden einzelne Firmen namentlich genannt?
Nein. Der publizierte Datensatz enthält je Zeile nur Nummer, Score und Band — keine Domain, keinen Firmennamen und keine Einzelmerkmale. Einzelunternehmen tragen den Namen einer natürlichen Person; die namentliche Herabsetzung Dritter wäre nach DSG und UWG unzulässig.
Kann ich die eigene Website mit demselben Massstab prüfen?
Ja. Der KI-Sichtbarkeits-Check auf studioerdinc.ch verwendet exakt dieselben 18 Prüfpunkte und dieselbe Gewichtung wie diese Erhebung. Er ist kostenlos und zeigt das Ergebnis sofort.

Wo steht Ihre Website in dieser Verteilung?

Derselbe Prüfstand, dieselben 18 Punkte, kostenlos und ohne Anmeldung.

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